Energietage 2026 – Was bleibt?

Energiewende. Hier. Jetzt. Unter diesem Motto fanden am 18. und 19. Juli 2026 die ersten Energietage im Isental statt. Rund um Rathaus und Klement-Saal wurde Isen zwei Tage lang zum Treffpunkt für Menschen, Unternehmen, Vereine und Initiativen, die sich mit Energie, Klimaschutz und der Zukunft unserer Region beschäftigen.

Mit 44 Ausstellern, mehr als 20 Vorträgen, zahlreichen Mitmachaktionen und einem umfangreichen Familienprogramm wurde ein breites Spektrum geboten. Von Photovoltaik, Wärmepumpe und Biomasse über Elektromobilität und bidirektionales Laden bis hin zu nachhaltigem Bauen und regionaler Energieversorgung konnten sich die Besucherinnen und Besucher informieren und direkt mit Fachleuten ins Gespräch kommen.

Besonders erfreulich war die Rückmeldung der Aussteller. Viele berichteten von interessanten und konkreten Gesprächen. Aus ersten Kontakten sind bereits weiterführende Gespräche und Kooperationen entstanden. Genau diese Vernetzung regionaler Akteure war ein wichtiges Ziel der Energietage.

Menschen stehen und gehen auf einem gepflasterten Platz mit einem überdachten Stand mit Solarpaneelen auf dem Dach und einem Elektroauto im Vordergrund bei der Gewerbeschau Energietage.

PV-Solarcarport, an dem die Zimmereien Stolz und Wimmer zeigten, wie Photovoltaik, Carport und Elektromobilität miteinander verbunden werden können.

© BEI e.V.

Wissen und Diskussion

Auch das Vortragsprogramm bot zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Alltag – von flexiblen Stromtarifen bis zur Wärmepumpe und von Energieeffizienz bis Elektromobilität.

Ein Höhepunkt war das Bühnengespräch am Samstag mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Bürgerenergie, Landwirtschaft und Wirtschaft. Nachdem der geplante Moderator kurzfristig ausgefallen war, übernahm Xaver Pfab spontan die Moderation und führte souverän durch die Diskussion.

Für das umfangreiche Vortragsprogramm gilt ein besonderer Dank Reinhold Krüger, der dieses federführend initiiert und gemeinsam mit Richard Wimmer begleitet hat.

Frau mit schwarzem T-Shirt mit Aufschrift 'ENERGIE FÜR DAHOAM' steht vor Publikum und hält Vortrag im Rahmen der Energietage

Vanja Milanovic von den Kraftwerken Haag hält einen gut besuchten Vortrag zu dynamischen Stromtarifen

© BEI e.V.

Energie zum Mitmachen

Auch Kinder und Jugendliche kamen voll auf ihre Kosten. Das Energiespardorf des BUND Naturschutz zeigte anschaulich, wie ein Dorf mit erneuerbaren Energien klimafreundlich werden kann. Eine Rollrutsche, das selbst gebaute Wasserfahrrad und der große Hackschnitzelberg der Firma Leipfinger sorgten für Bewegung, Spaß und Abkühlung.

Ein besonderes Highlight war die von den damals 17-jährigen Schülerinnen Luisa und Hanna entwickelte Energie-Entdecker-Tour. An zehn Stationen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer entdecken, wo und wie erneuerbare Energie bereits heute in der Region erzeugt wird – von Photovoltaik und Biomasse bis hin zu Hackschnitzel.

Die Energie-Entdecker-Tour bleibt auch nach den Energietagen bestehen und kann weiterhin entdeckt werden.

Ehrenamt, das trägt

Dass die Energietage in dieser Form stattfinden konnten, war vor allem dem großen ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen zu verdanken. Organisiert wurden sie federführend von Melanie Koxholt und Andrea Dymke gemeinsam mit zahlreichen Helferinnen und Helfern aus der Bürgerenergie Isental und der Marktgemeinde Isen.

Auch für das leibliche Wohl sorgten viele Ehrenamtliche. Kaffee, Kuchen und Hotdogs wurden im Rathaus ausgegeben, während Klement und Café Eins die gastronomische Versorgung ergänzten. Zahlreiche Kuchen wurden gespendet – und am Ende war bis auf das letzte Kuchenstück alles verkauft.

Ein besonderer Dank gilt außerdem der Erdinger Weißbräu GmbH, die die Energietage als Hauptsponsor unterstützt hat. Neben der finanziellen Unterstützung stellte Erdinger Weißbräu auch Interieur und Ausstattung zur Verfügung und trug damit wesentlich zum gelungenen Rahmen der Veranstaltung bei.

Gruppe von ehrenamtlichen Helfern der Energietage 2026 in einem Innenraum, einige tragen weiße T-Shirts mit Aufdruck, andere legere Kleidung

Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Bürger-Energie Isental e.V. und der Marktgemeinde Isen halfen der Veranstaltung zum Erfolg.

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Klimaschutz und Naturschutz gemeinsam

Am Sonntag wurde gemeinsam mit der ehemaligen BR-Moderatorin Sabine Sauer das 50-jährige Engagement des BUND Naturschutz Kreisgruppe Erding gewürdigt.

Die Zusammenarbeit steht dabei beispielhaft für einen wichtigen Grundsatz: Klimaschutz und Naturschutz müssen zusammen gedacht werden. Die Bürgerenergie Isental möchte erneuerbare Energien voranbringen und gleichzeitig Natur, Artenvielfalt und Lebensräume verantwortungsvoll berücksichtigen.

Was bleibt?

Die Energietage haben gezeigt, wie viel in unserer Region bereits passiert – und wie viel entstehen kann, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen.

Energiewende findet nicht irgendwo statt. Sie findet hier statt: auf Dächern, in Betrieben, in der Landwirtschaft, in Kommunen und in vielen engagierten Projekten vor Ort.

Die ersten Energietage im Isental waren deshalb mehr als eine Veranstaltung. Sie waren ein Schaufenster für regionale Lösungen, ein Ort für Austausch und Vernetzung – und vor allem ein Beispiel dafür, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken.

Ein herzliches Dankeschön an alle Aussteller, Referentinnen und Referenten, Partner, Sponsoren, Helferinnen und Helfer sowie an alle Besucherinnen und Besucher, die diese zwei Tage zu etwas Besonderem gemacht haben.Energiewende. Hier. Jetzt. Und am besten gemeinsam.

Presseecho

Münchner Merkur – 20.07.2026 „44 Aussteller bei Energietagen in Isen: Der Ort wird zur Regionalmesse“ von Henry Dinger

Münchner Merkur – 23.07.2026 „Sabine Sauer überreicht Urkunde an Bund Naturschutz Erding“ von Henry Dinger

BR Schwaben und Altbayern, 26.07.2026 ARD Mediathek

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